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Was bedeutet titelbezogene Abrechnung?

Einzeltitelabrechnung2018
Beispiel einer Jahresabrechnung mit Einzeltiteln und Label-Restsummen

Jahrzehntelang war es üblich, dass Sendelisten nur auf Basis der Labelangaben analysiert wurden. Das war in Zeiten manuellen Datenabgleichs mit vernünftigem Aufwand auch gar nicht anders möglich. Jedes bezugsberechtigte Label bekam von der Label-LSG einmal jährlich eine Abrechnung, aus der nur die Gesamtsumme der Sendeminuten aller Songs aus dem Katalog des jeweiligen Labels ersichtlich war. Daher genügte es auch, wenn Sendestationen Listen übermittelten, wo Interpret/Urheber, Titel und Label aufschienen. Die Datenbank der Verwertungsgesellschaft kam ohne ISRC als eindeutigem Identifizierungsmerkmal für einen Song aus.

Bei der titelbezogenen Abrechnung wird jeder Song mittels des eindeutigen ISR-Codes identifiziert. In der Datenbank der Verwertungsgesellschaft ist jedem ISRC der konkrete Rechteinhaber zugeordnet. In Zeiten automatisierter Datenbanklösungen ist das mit überblickbarem Aufwand gut möglich. Die Voraussetzungen dafür sind eine Songdatenbank ohne Doppel-Claims einerseits und datenbanktaugliche Sendemeldungen inklusive Angabe der ISRC’s durch die Sendestationen andererseits. Das Ergebnis: mehr Transparenz und Abrechnungen, die nicht nur genauer, sondern auch besser nachvollziehbar sind.

Wir beim VTMÖ betrachten dies als unseren größten Erfolg seit der Gründung.

>> Label-LSG: Testlauf titelgenaue Abrechnung

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