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Musikszene in Existenznot

Achtung: Update zu diesem Artikel hier (24.3.2020)!

Dem Notruf der Kulturverbände an die Bundesregierung und die Bundesländer hat sich der VTMÖ selbstverständlich angeschlossen. Aus diesem Aufruf zur Unterstützung der Kulturschaffenden heben wir insbesondere folgenden Satz hervor: „Nicht unerwähnt sollte man lassen, dass gerade Kulturschaffende in den Kulturbranchen oft am Existenzminimum leben und keine Rücklagen aufbauen können.“

Wenn derzeit so gut wie alle Live-Shows und Events abgesagt werden,

  • trifft das speziell Artist Labels und Artists, deren Lebensunterhalt in hohem Maß von Liveauftritten abhängt.
  • trifft das besonders kleine Labels, für die das Booking für Artists wichtige Einnahmenanteile beiträgt.
  • werden das bei der nächsten AKM-Abrechnung auch kleine Verlage und Urheber*innen schmerzhaft zu spüren bekommen, wenn es einfach weniger zu verteilen geben wird, weil so viele Veranstaltungen nicht stattgefunden haben.
Katastrophenhilfe

Doch nicht nur der Staat soll Verantwortung zeigen und für Soforthilfe sorgen: Der VTMÖ ruft ALLE Radio- und TV-Sender auf, ein Zeichen der Unterstützung für die österreichische Musikszene zu setzen. Insbesondere der ORF trägt als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen erhöhte Verantwortung.

Ab sofort soll auf ALLEN österreichischen Radio- und TV-Sendern doppelt so viel Musik aus Österreich gespielt werden als zuletzt!

Es geht um viele Millionen an Tantiemen für Musikschaffende. Diese werden durch die Verwertungsgesellschaften zwar verzögert ausbezahlt. Doch mit Ausblick auf verdoppelte Sendeentgelte können vom Verdienstentgang Betroffene sicher sein, dass sie für ihren Lebensunterhalt notwendige Überbrückungskredite später auch wieder zurückzahlen können.

Umfrage zu Verdienstengängen freischaffender Musiker*innen vom Institut für Kulturmanagement an der MDW

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