Unterstützung

Unterstützungsprogramme für Musiklabels

Wir haben uns bemüht, einen umfassenden Überblick zu allen ansprechbaren Unterstützungsprogrammen strukturiert zusammenzustellen. Es ist gut, dass es viele Angebote gibt - das macht die Sache aber auch schwer überblickbar. Hier ein Versuch (Erstveröffentlichung 30.3.2020; aktueller Stand 19.10.2020):

Aktualisierungen 1.4.2020: Stipendien der Gemeinde Wien unter "Gemeinde Wien MA 7" / Facebook Small Business Grants Program unter "Diverses" / Bundesgesetz zur Stundung von Krediten unter "Diverses"

Aktualisierungen 6.4.2020: Details bei Label-LSG unter "Verwertungsgesellschaften" / Details zu Nachbesserungen beim Härtefallfonds unter "Bund-WKO-AWS" / Überbrückungskredite + Beteiligungsfonds unter "Gemeinde Wien Wirtschaftsagentur" / Details und aktueller Link zu den Arbeitsstipendien unter "Gemeinde Wien MA 7" / Investitionsförderung für Homeworking ist ausgeschöpft unter "Diverses"

Aktualisierungen 21.4.2020: Details bei Label-LSG unter "Verwertungsgesellschaften" / Härtefallfonds Phase 2 sowie Corona Hilfs-Fonds unter "Bund-WKO-AWS"/ Onlineshop-Förderung unter "Gemeinde Wien Wirtschaftsagentur" / Familienhärteausgleich unter "Bund Familienministerium"

Aktualisierungen 18.6.2020: Details bei AKM & AUME sowie ÖSTIG unter „Verwertungsgesellschaften“ / Komplettüberarbeitung wegen zahlreicher Nachbesserungen beim Härtefallfonds und beim Corona Hilfs-Fonds unter „Bund-WKO“ / neuer Überbrückungsfonds unter „Bund (BMKOES)“ / News zu Krankenkassenbeiträgen unter „OGK + SVS“

Aktualisierungen 19.10.2020: Verdoppelte Audio- und Video-Produktionsförderung bei Label-LSG unter "Verwertungsgesellschaften" / Verlängerung Härtefallfonds unter "Bund - WKO - AWS" / Erhöhung Überbrückungshilfe für Kunstschaffende unter „Bund (BMKOES)“ / Details zur Kurzarbeit unter "AMS"

Label-LSG: 1 Mio. für Soforthilfe

Dieses Programm wurde gemeinsam mit dem VTMÖ konzipiert und ist ausschließlich für EPU's sowie KMU's unter den Bezugsberechtigten der Label-LSG gedacht.

  • Neu: Die alljährliche Audio-Produktionsförderung wird im Jahr 2020 für all jene Labels geöffnet, deren Tantiemenbezug bei der letzten Audio-Hauptverteilung zwischen (neu ab 19.10.!) € 500,- und €1.000,- lag. Produktionskosten müssen nachgewiesen werden und im Jahr 2020 angefallen sein. Gefördert werden die Produktionskosten eines im Jahr 2020 erschienenen Albums. Antragsformular Audio
    • Bezug € 500,- bis € 1.000,- / Förderung € 1.000,- (max.) - neu ab 10/2020
    • Bezug € 1.000,- bis € 5.000,- / Förderung € 1.500,- (max.) - 4/2020 um 50% erhöht - 10/2020 um 100% erhöht
    • Bezug € 5.000,- bis € 10.000,- / Förderung 3.000,- (max.) - 4/2020 um 50% erhöht - 10/2020 um 100% erhöht
    • Bezug € 10.000,- bis € 30.000,- / Förderung 5.000,- (max.) - 10/2020 um 100% erhöht
    • Bezug € 30.000,- bis € 100.000,- / Förderung 10.000,- (max.)10/2020 um 100% erhöht

  • Neu: Auch die Video-Produktionsförderung wird im Jahr 2020 für all jene Labels geöffnet, deren Tantiemenbezug bei der letzten Video-Hauptverteilung zwischen (neu ab 19.10.!) € 500,-und € 1.000,- lag. Produktionskosten müssen nachgewiesen werden und im Jahr 2020 angefallen sein. Gefördert werden die Produktionskosten eines im Jahr 2020 erschienenen Videos. Antragsformular Video  
    • Bezug € 500,- bis € 1.000,- / Förderung € 1.000,- (max.) - neu ab 10/2020
    • Bezug € 1.000,- bis € 5.000,- / Förderung € 1.500,- (max.) - 10/2020 um 100% erhöht
    • Bezug € 5.000,- bis € 10.000,- / Förderung 3.000,- (max.) - 10/2020 um 100% erhöht
    • Bezug € 10.000,- bis € 50.000,- / Förderung 7.000,- (max.) - 10/2020 um 100% erhöht
    • Bezug mehr als € 50.000,- / Förderung 15.000,- (max.) - 10/2020 um 100% erhöht

Tipps zu Audio- und Video-Produktionsförderung: Die Förderung kann auf eine oder mehrere eingereichte Produktionen entfallen. Die Förderkategorie ergibt sich aus dem Netto-Gesamtbetrag der aktuellen LSG-Audio- bzw. Video-Hauptabrechnung (vor Aufschlag der Ust. und vor Abzug der Verwaltungskosten). Wurde im Jahr 2020 bereits eine Produktionsförderung auf Basis der zu jenem Zeitpunkt geltenden niedrigeren Maximalförderbeträgen in Anspruch genommen, kann erneut angesucht werden (bis zur Höhe der Differenz auf die nunmehr geltenden Maximalförderbeträgen).

  • Neu: Die neue gestaffelte Strukturförderung richtet sich an mittelgroße Bezugsberechtigte, die am Musikstandort Österreich aktiv sind, und soll die Struktur dieser produzierenden Labels stabilisieren sowie projektbezogene Verluste und Mehrkosten aufgrund der Corona-Krise abfedern. Es gilt allerdings, eine Reihe von Bedingungen zu erfüllen:
    • Tantiemenbezug bei der letzten Audio-Hauptverteilung der LSG-Produzenten zw € 1.000 und € 45.000 (Nettobezug nach Abzug der Verwaltungskosten
    • Min 2 und max 10 MitarbeiterInnen (Vollzeitäquivalente inkl. Eigentümer*innen, auch freie Mitarbeiter*innen)
    • Labelumsatz im letzten Geschäftsjahr: Mind. € 50.000 und max. € 1,5 Mio
    • Label muss in den letzten 12 Monaten vor Antragstellung mindestens 3 Künstleralben/ Neuproduktionen (oder entsprechende Serien von Singles/EP's) in Österreich veröffentlicht haben (Veröffentlichungen von reinen Lizenzprodukten zählen nicht mit)
    • der angesuchte Förderbetrag muss den wirtschaftlichen Verlusten und Mehrkosten aufgrund der Corona-Krise entsprechen
    • Förderbeträge je nach Höhe des letzten Tantiemenbezugs:
      • Bezug bis € 5.000,- / Förderung € 10.000,- (max.)
      • Bezug bis € 10.000,- / Förderung 15.000,- (max.)
      • Bezug bis € 45.000,- / Förderung 25.000,- (max.)
    • Antragsformular

Tipps zur Strukturförderung: Bei EPU's oder Personengesellschaften zählen eigene Arbeitsstunden zu branchenüblichen Sätzen als Ausgaben; Labels, die Booking als Nebengewerbe anbieten, können entgangene Provisionen einrechnen; bei verschobenen Releases können entgangene Streaming- und Verkaufserlöse eingerechnet werden; Bereits getätigte Investitionen in Werbung und Promotion für verschobene Projekte (inkl. Bankzinsen) gelten als Mehrkosten.

Es besteht leider die Gefahr, dass erhaltene Strukturförderungen der Verwertungsgesellschaften auf Leistungen aus dem Härtefallfonds via WKO vermindernd wirken. Die Beurteilungen von Fachleuten sind nicht ganz eindeutig, tendieren aber in diese Richtung. Jedenfalls vermindernd wirken alle Einnahmen egal aus welcher Quelle bei den Unterstützungen des Corona Hilfs-Fonds via AWS.

AKM & AUME: 1 Mio. Kultur-Katastrophenfonds

Dieses Programm richtet sich an Urheber*innen und Verlage.

  • Tantiemen- oder Honorarausfall (Zuschuss): Wer durch die Absage von öffentlichen Veranstaltungen und den dadurch bedingten signifikanten Tantiemen- oder Honorarausfall in finanzielle Not geratet, beantragt einen Zuschuss und füllt dafür dieses Formular aus. Anmerkung: Dieser Fonds ist mittlerweile voll ausgeschöpft, es sind keine Anträge mehr möglich.
  • Überbrückung von Liquiditätsengpässen (Darlehen): Sollte der wirtschaftliche Weiterbestand eines Musikschaffenden durch die Absage öffentlicher Veranstaltungen gefährdet sein und Mittel zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses erforderlich sein, können UrheberInnen und Verlage von musikalischen Werken ein einmaliges Darlehen in der Höhe von max. EUR 15.000 gewährt werden. Das Darlehen ist zinsenlos, die Laufzeit beträgt maximal 2 Jahre. Formular und Bedingungen

ÖSTIG im Auftrag der LSG-Interpret*innen

Dieses Programm ist für Interpret*innen gedacht.

Derzeit läuft Phase 3 für ausgefallene Live-Gagen im Zeitraum 1.6. bis 31.8.2020. Unterstützungen werden nur Bezugsberechtigten der LSG-Interpret*innen gewährt, die durch corona-bedingte Absagen in eine materielle Notlage geraten sind. Diese Notlage ist zu belegen.

Antragsformular, Formblatt und Formular für die eidesstattliche Erklärung sind hier zu finden. Einreichungen sind bis 30.6.2020 per Email an die im Formular angegeben Emailadresse zu senden. Anmerkung: Dieser Fonds ist mittlerweile voll ausgeschöpft, es sind keine Anträge mehr möglich

Es besteht leider die Gefahr, dass erhaltene Förderungen der Verwertungsgesellschaften auf Leistungen aus dem Härtefallfonds via WKO vermindernd wirken. Die Beurteilungen von Fachleuten sind nicht ganz eindeutig, tendieren aber in diese Richtung. Jedenfalls vermindernd wirken alle Einnahmen egal aus welcher Quelle bei den Unterstützungen des Corona Hilfs-Fonds via AWS. Durch die mittlerweile eingeführte Mindestzuschusshöhe von € 500,- plus den automatisch hinzugerechneten "Comeback-Bonus" in Höhe von € 500,- (jeweils pro Monat) betrifft dies aber nur jene, deren Anspruch pro Mönat höher als € 1.000,- läge.

Härtefallfonds (via WKO)

Dient zur Absicherung der Lebenserhaltungskosten für alle EPU's, Firmen mit bis zu 9 Mitarbeiter*innen, "Neue Selbstständige", freie Dienstnehmer*innen und Non-Profit Organisationen (Bundesmittel, Abwicklung über WKO)

Phase 1: € 1.000,- Soforthilfe (nur 500,- bei Jahreseinkommen unter € 6.000,-), dann (Phase 2) 3 Monate lang max. je € 2.000,-, wobei diese Soforthilfe von Zahlungen in Phase 2 abgezogen wird. (Programm ist seit 19.4. abgeschlossen)

Phase 2: Seit 27.4.2020 können auch Mehrfachversicherte, freie Dienstnehmer*innen, Selbstständige mit Einkünften unter der Geringfügigkeitsgrenze oder aus einer Pension und Kulturvereine ansuchen (bis 30.4.2021 möglich). Die Einkommensgrenzen gelten nicht mehr. Auch Jungunternehmen, die ihre selbstständige Arbeit zwischen 1.1.2020 und 15.3.2020 gestartet haben, sind anspruchsberechtigt und können für jeden beantragten Monats-Zeitraum jeweils pauschal € 500,- erhalten. Voraussetzung ist aber jedenfalls eine Pflichtversicherung oder eine freiwillige Versicherung bei einer gesetzlichen Sozialversicherung aufgrund einer Tätigkeit zum Zeitpunkt der Antragstellung (ausgenommen Pensionist*innen).

Keinen Anspruch haben Studierende, die gleichzeitig Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit unter der Geringfügigkeitsgrenze haben sowie Personen, die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung erhalten oder in Bildungskarenz sind. Der Bezug von Mindestsicherung ist kein Ausschlussgrund.

Es muss für jeden der frei wählbaren Monate aus den 12 möglichen Betrachtungszeiträumen (16.3.2020 - 15.4. / 16.4 - 15.5. / 16.5. - 15.6. / 16.6. - 15.7. / 16.7. - 15.8. / 16,8. - 15.9, / 16.9. - 15.10. / 16.10. - 15.11. / 16.11. - 15.12. / 16.12.2020 - 15.1.2021 / 16.1. - 15.2. / 16.2. - 15.3.2021) gesondert angesucht werden. Es ist daher für jeden der gewählten Zeiträume gesondert nachzuweisen, dass die laufenden Kosten nicht mehr gedeckt werden können oder ein Umsatzeinbruch von zumindest 50% auf Basis der USt-Erklärung besteht und auch gesondert im Nachhinein einzureichen. Als Vergleichsperioden gelten März 2019 oder ein Drittel des Q1/2019, April 2019 oder ein Drittel des Q2/2019 usw sinngemäß chronologisch. Bei Unternehmen, die seit weniger als einem jahr bestehen, wird die Planungsrechnung berücksichtigt. Nebeneinkünfte sind erlaubt, können aber zu einem Abschlag führen. Kleinunternehmer*innen, die umsatzsteuerbefreit sind, können die Werte der Kennzahlen 9040/9050 aus der Steuererklärung heranziehen. GmbH-Geschäftsführer*innen, die keine Unternehmer*innen im Sinn des Umsatzsteuergesetzes sind, müssen diese Werte heranziehen.

Viel kritisiertes Detail: Es muss eine österreichische Bankverbindung angegeben werden, die auf den Namen des/der Ansucher*in lautet. Einige beliebte Online-Banken erfüllen dieses Kriterium nicht! Bei Firmenkonten muss im Wortlaut der Name der antragstellenden Person vorkommen.

Es ist der jüngste Einkommenssteuerbescheid vorzulegen und dieser muss ein positives Ergebnis aus selbstständiger Tätigkeit aufweisen. Falls dieser ein negatives Ergebnis zeigt, ist alternativ auch die Berechnung auf Basis eines Drei-Jahres-Durchschnitts möglich, sofern dieser positiv ist. Jungunternehmen, die noch keinen Jahresbescheid vorlegen können, haben trotzdem die Möglichkeit anzusuchen.

Bei Personengesellschaften ist von jeder Person ein eigener Antrag zu stellen.

Mittlerweile ist die Angabe der sogenannte KUR Nummer nicht mehr verpflichtend, beschleunigt allerdings die Bearbeitung signifikant. Diese ist an einen Gewerbeschein geknüpft. Aber auch alle, die aus einem anderen Grund einen Zugang zum "Unternehmensserviceportal" (USP) der WKO haben, verfügen bereits über eine solche KUR Nummer. Wer weder Gewerbeschein noch USP-Zugang hat, kann folgenden Weg beschreiten:

  • Auf FinanzOnline einsteigen.
  • Dort im Startmenü eine Handysignatur beantragen.
  • Sobald diese vorliegt, ist das dann der Zugang zum USP-Portal möglich zwecks Abfrage der KUR Nummer.

Antragstellung hier

FAQ hier

Corona Hilfs-Fonds (via AWS)

Ziel ist die Absicherung der Existenz von gesunden Unternehmen aller Größenordnungen mittels Hilfe zur Abdeckung von Fixkosten. Es werden einerseits Kredit-Garantien angeboten und andererseits Fixkostenzuschüsse - auf letztere konzentrieren wir uns hier:

Voraussetzung ist, dass im Jahr 2020 Umsatzverluste von zumindest 40% durch Corona entstanden sind. Die Zuschüsse betragen zwischen 25% und 75% - je nach Höhe der Umsatzausfälle. Als Fixkosten gelten Mieten für Geschäftsräume, Versicherungsprämien, Bankzinsen, Leasingraten (z.B. Firmenfahrzeug), Lizenzen, Strom, Gas, Telekommunikation, Wertverlust von saisonalen Waren (Audio-/Videoproduktionen für spezielle Anlässe, die wegen Corona nicht stattfinden konnten?), Unternehmerlohn (max. € 2.000,-/Monat) und diese müssen den Zeitraum von 15.3.2020 bis 15.9.2020 betreffen. Es können Zuschüsse für drei zusammenhängende Monate in diesem Zeitraum beantragt werden..

Seit August 2020 kann die zweite Tranche beantragt werden. Wenn schon 1. Tranche beantragt wurde 25 %, wenn schon alle Daten vorhanden auch 50 %. Falls 1. Tranche nicht beantragt wurde 75 %, wenn schon alle Daten vorhanden 100 %.

Antragstellung nur über Steuerberatungskanzlei!

Antragstellung hier

FAQ hier

Informationen des Finanzministeriums hier

Überbrückungskredite: Übernahme von Bürgschaften durch die Gemeinde Wien, Abwicklung über WKBG und Hausbank. Richtlinien und Formular hier.

Beteiligungsfonds "Stolz auf Wien": Dieses Programm richtet sich an KMU's, die auch mehere Arbeitsplätze sichern. Ab Mitte Mail will sich die Wien Holding mit max. 20% / max. € 1 Mio. an für den Standort Wien wichtigen bzw. typischen Unternehmen beteiligen. Nach spätestens 7 Jahren wird diese Beteiligung dann zu von Anfang an feststehenden Konditionen wieder verkauft. Aktueller Informationsstand hier, weitere Infos folgen.

Onlineshop-Förderung: Gefördert wird der Auf- und Ausbau von Onlineshopsystemen in Klein- und Kleinstunternehmen der Bereiche Nahversorgung und Kreativwirtschaft in Wien. Investitionskosten, Anschaffungskosten wie Hardware, Software, für Versand und Lager, Beratungsleistungen, externe (IT-) Dienstleistungen, Marketingkosten, Lizenzkosten im Ausmaß von 75% bzw. max. € 10.000,- (Mindestprojektvolumen = € 1.000,-). Es kann bis 10.6.2020 eingereicht werden bzw. bis der Topf ausgeschöpft ist. Richtlinien hier, Förderantrag hier (Anmerkung: Programm beendet)

Unterstützungsfonds im Künstler*innen-Sozialversicherungsfonds: Ansuchen sind jederzeit möglich, die Richtlinien wurden bereits geändert und weitere Anpassungen sind nicht unwahrscheinlich. Gedacht für Interpret*innen und Urheber*innen.

Informationen zum Fonds hier und hier

Überbrückungsfonds für Kunstschaffende: Ursprünglich konnten Kunstschaffende um bis zu € 6.000,- Überbrückungshilfe ansuchen. Am 7.10.2020 wurde dieser Betrag auf € 10.000,- erhöht. Wer bereits die erste Tranche erhalten hat, kann neuerlich um weitere € 4.000,- ansuchen. In beiden Fällen kann bis 31.12.2020 angesucht werden. Die wirtschaftliche Notlage ist nachzuweisen. Ein Arbeitsstipendium von einem der Bundesländer und die Unterstützungsleistungen der Verwertungsgesellschaften haben keinen Einfluss auf die Gewährung der Beihilfe. Zahlungen aus dem Härtefallfonds der WKO wirken mindernd.

FAQ hier, Antrag € 6.000,- hier und Antrag € 4.000,- (Aufstockung) hier.

Freischaffende Künstler*innen aus den Bereichen Musik, Darstellende Kunst, Literatur, Bildende Kunst, Neue Medien und Film sowie freiberufliche Wissenschaftler*innen können bis zum 29.4.2020 um einmalige Arbeitsstipendien in der Höhe von bis zu 3.000 Euro ansuchen. Die Einreichmodalitäten wurden auf der Webseite der Kulturabteilung der Stadt Wien veröffentlicht. Zusagen und Auszahlungen werden ab Mitte Mai erfolgen. (Anmerkung: Programm beendet)

Folgendes ist möglich:

  • Stundung der Einkommenssteuer
  • Stundung der Körperschaftssteuer
  • Herabsetzung von Vorauszahlungen
  • Ratenzahlung von Rückständen
  • Senkung des Säumniszuschlages

Details dazu und Abwicklung am besten via Steuerberatungskanzlei

Für Familien mit mind. 1 Kind, für das zum Stichtag 28.2.2020 Familienbeihilfe bezogen wurde und mit mind. 1 im gemeinsamen Haushalt mit dem Kind lebenden Elternteil in finanzieller Notlage (sowohl selbst- als auch unselbstständige Erwerbstätige). Maximal für 3 Monate je max. € 1.200,- abhängig vom Haushaltseinkommen.

Merkblatt hier, Volltext Richtlinien hier, Formular hier

Auch Gemeindeabgaben können gestundet, Vorauszahlungen herabgesetzt werden. Infos dazu direkt bei der jeweiligen Gemeinde.

Kurzarbeit

Es gibt ja leider nicht viele Labels in Österreich, die angestellte Beschäftigte haben...

Das aus den Medien bekannte Kurzarbeitsmodell ist jedenfalls auch für die Musikwirtschaft rückwirkend ab 1.3.2020 ansprechbar. Abwicklung über das AMS, Infos hier und hier.

Auflösung mit Wiedereinstellungszusage

Alternative Option zur Kurzarbeit. Infos dazu hier.

Bildungskarenz

Auch dieses Instrument kann eine Option sein, um über die Runden zu kommen, Infos hier bzw für freie Dientsverhältnisse hier.

Krankenkassenbeiträge

Derzeit gibt es keine Einbringungsmaßnahmen, keine Insolvenzanträge und keine Säumniszuschläge. Auch Stundungen bzw. Ratenzahlungen für die Beitragszeiträume Feber bis April 2020 sind möglich.

Für die Beitragszeiträume ab Mai bis Dezember 2020 sind weiterhin Stundungen für bis zu 3 Monaten und Ratenzahlungen bis längstens Dezember 2021 vorgesehen. Das entsprechende Gesetz wurde aber vom Bundesrat zurückgewiesen und wird daher voraussichtlich erst Ende Juli in Kraft treten, dann aber rückwirkend ab 1.6.2020.

Informationen dazu sind hier (OGK) bzw. hier (SVS) zu finden.

Länder: Fast alle Bundesländer haben Porgramme für Arbeitsstipendien aufgelegt bzw. wollen noch spezielle Landesförderungen schaffen. Bitte auf dem Kulturportal des jeweiligen Bundeslandes den aktuellen Stand checken.

Stundungen bei Leasingverträgen, Versicherungen, Strom/Gas sind in vielen Fällen möglich.

Kreditraten: Um Ausetzung oder Herabsetzung der Rückzahlungsraten ansuchen.

Bürgschaften für Darlehen: In Wien übernimmt die WKBG Bürgschaften für Kredite, ein ähnliches Programm gibt es bei AWS für ganz Österreich. Es hat sich herausgestellt, dass mittels dieser Bürgschaften abgesicherte Kredite dennoch nur sehr schwer zu bekommen sind.

Miete: Bei behördlicher Schließung oder sonstigen Gründen für vorübergehende Nichtbenützbarkeit für die im Mietvertrag definierten Zwecke müssen die monatlichen Mietzahlungen herabgesetzt oder ausgesetzt werden.

WK-Grundumlage: Herabsetzung beantragen.

Versicherung: Betriebsversicherung checken, ob eine Betriebsunterbrechungsversicherung inkludiert ist.

Investition in Homeworking: Werden in Wien von der Wirtschaftsagentur Wien mit 75% gefördert (bis zu € 10.000,- pro Projekt), Infos dazu hier. (Das vorgesehene Budget ist mittlerweile ausgeschöpft, das Programm somit beendet.)

Facebook hat ein "Small Business Grants Program" mit USD 100 Mio. Volumen angekündigt. Bis zu 30.000 ausgewählte Kleinunternehmen sollen um Barzuschüsse und Werbeguthaben ansuchen können. Dieses Angebot ist bisher nur für bestimmte Standorte, weitere Länder sollen bald folgen (Österreich bisher leider nicht erwähnt). Es richtet sich jedenfalls an kleine Unternehmen mit 2 bis 50 Mitarbeiter*innen. Informationen dazu werden hier aktuell gehalten.

Abschließend drei wichtige Empfehlungen:

  • Nehmt die aktuell geltenden Richtlinien zum "physical distancing" ernst.
  • Legt eine Dokumentation aller Absagen, Verschiebungen, Verdienstentgänge etc. an, diese könnte vielleicht später hilfreich sein.
  • Kühlen Kopf bewahren und die Planung neuer Releases nicht vernachlässigen, denn es wird ein Leben nach der Krise geben.